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Deutsche Steuer-Gewerkschaft begrüßt Ende des Hickhacks um Aufkauf einer weiteren Steuersünder-CD |
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DSTG-Chef Dieter Ondracek begrüßt nachdrücklich den gemeinsamen
Aufkauf einer CD mit Datenmaterial mutmaßlicher deutscher Steuersünder
durch den Bund und das Land Niedersachsen. Damit hat das zähe Hickhack,
das mit dem Ankauf der weiteren Datensammlung verbunden war, endlich ein
Ende.
Die Daten-CD zu Schweizer Bankkonten deutscher Steuerpflichtiger war
zunächst dem Land Baden-Württemberg angeboten wurden - dieses
verzichtete jedoch wegen angeblicher rechtstaatlicher Bedenken nach
langer Debatte auf den Kauf des Datenmaterials.
Mit dem gemeinsamen Ankauf der Steuer-CD und Weitergabe der
Datensätze an die zuständigen Bundesländer werde ein Signal gesetzt,
dass es der Staat mit der Verfolgung von Steuerbetrügern ernst meine, so
der DSTG- Chef. Auch dem letzten Steuerbetrüger müsse nun klar sein,
dass es sich bei Steuerhinterziehung nicht um ein Kavaliersdelikt
handelt.
Aus Gründen der Wahrung eigener Glaubwürdigkeit ist der Staat nach
dem Erwerb einer ersten Steuersünder-CD durch das Land
Nordrhein-Westfalen verpflichtet, auch das weitere auf dem Markt
befindliche Material aufkaufen – alles andere wäre ein Schlag ins
Gesicht gesetzestreuer Steuerzahler, die einen Anspruch darauf haben,
dass der Staat Steuerhinterzieher zur Kasse bittet.
Im Hinblick auf die unterschiedlichen Rechtsauffassungen zum Aufkauf
von Datenträgern mutmaßlicher deutscher Steuerbetrüger wiederholt
Ondracek seine Forderung nach Schaffung einer speziellen
Rechtsgrundlage. Dies hätte zudem den Vorteil, dass sich der Gesetzgeber
während des Gesetzgebungsprozesses intensiv mit den verschieden- en
Rechtsfragen auseinandersetzen könne. Die Steuerverwaltung habe dann
eine Vorschrift an der Hand, die diese Möglichkeit der
Informationsgewinnung zu steuerrelevanten Sachverhalten bundesweit
vereinheitlicht. |